OSS-Verfahren

Ihr Steuerberaterin für die Anmeldung vom OSS (One-Stop-Shop) Verfahren.
Internationale Handelsgeschäfte

(Lesezeit 3 Min.)


Was bedeutet OSS?

Das OSS-Verfahren ist die zentrale Abgabe der Umsatzsteuer bei grenzüberschreitenden Warenbewegungen nach Erreichen einer festgelegten Umsatzgröße im EU Ausland. Das vorherige MOSS-Verfahren wurde im April 2021 durch OSS ersetzt.
Zu dem OSS Verfahren, gibt es noch das IOSS Verfahren. Unter dem Thema Zölle & Steuern ist da IOSS Verfahren näher erläutert.

Was bedeutet das OSS-Verfahren für den grenzüberschreitenden Handel?
Gerade Onlinehändler, die B2C Geschäfte tätigen müssen die sogenannte OSS Lieferschwelle überwachen.
Zudem müssen die Warenbewegungen auch steuerrechtlich korrekt verbucht werden, um nicht bei einer Betriebsprüfung Probleme zu bekommen.

 

Als Ihr Steuerberater für OSS übernehme ich alle Warenbewegungen in die Buchhaltung und melde die korrekten Steuerbeträge an.

 

Was passiert beim OSS Verfahren?
Durch das OSS-Verfahren werden bei Erreichen der sogenannten Lieferschwelle die Umsatzsteuerbeträge für Lieferungen in das jeweilige EU-Ausland einheitlich in einer Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) übermittelt und bezahlt. 

Das Bundeszentralamt für Steuern verteilt danach die Umsatzsteuer an das jeweilige Land. 
So benötigt man keine einzelne Umsatzsteuer-Registrierung in sämtlichen EU-Ländern.

Im OSS-Verfahren werden alle B2C Umsätze sozusagen gebündelt.
 

Wo müssen OSS Anmeldungen abgegeben werden?

Für in der BRD ansässige Unternehmen erfolgen die Anmeldungen und Registrierungen zum OSS-Verfahren beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt).Die Registrierungsstelle ist grundsätzlich die im Ansässigkeitsstaat/ Lagerort zuständige Behörde. 

 

Wer nimmt die Registrierung zum OSS-Verfahren vor?
Die Registrierung erfolgt vom Inhaber oder vom bevollmächtigten Steuerberater/in.

 

Ab wann müssen Meldungen gemacht werden?

Die neue Regelung galt ab dem 01.07.2021.
Eine Registrierung war bereits ab April 2021 möglich.
Sobald die Lieferschwelle überschritten wird, ist eine Registrierung pflicht.

 

Welche Umsätze fallen unter OSS (One-Stop-Shop)?
Wie hoch ist die Lieferschwelle?

Es gibt eine einheitliche EU-Weite Lieferschwelle von 10.000 Euro netto.
Sobald die Lieferschwelle überschritten wird, ist die Umsatzsteuer des Empfängerlandes ausweisen und über das OSS-Verfahren anzumelden und abzuführen.

 

Beispielrechnung:
Warenlieferung von deutschem Lager zu Privatkunden nach Luxemburg für 100€ Netto. 

Die Lieferschwelle war bereits überschritten. 

Ware Netto                 100,00 €
zzgl. 17 % Lux. USt      17,00 €
Ware Brutto                117,00 €

 

Die 17,00€ Luxemburgische Umsatzsteuer sind im Rahmen der OSS-Meldung anzumelden und an das BZSt zu überweisen.
Das BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) transferiert die 17€ dann nach Luxemburg.
Auf der Rechnung ist der luxemburgische Umsatzsteuersatz auszuweisen.

 

Achtung!

Über OSS können nur Lieferungen von deutschem Boden aus gemeldet werden.
Wenn es ein Lager im EU-Ausland gibt, muss zwingend eine steuerliche Registrierung in diesem Land erfolgen und die Steuergesetzgebung des Lagerlandes beachtet werden.

Diese Problematik kann beispielsweise bei Amazon FBA / PAN-EU auftreten.

 

Welche Umsätze fallen somit nicht unter OSS?
- Inländische Lieferungen   (deutsches Lager, deutsche Lieferadresse)
- Ausländische Lager  Es muss zwingend eine Registrierung im Lagerland erfolgen!
- B2B Umsätze mit UStID   (Beide Unternehmer mit Umsatzsteueridentifikationsnummer)  Es bleibt bei einer steuerfreien Lieferung

 

Wann müssten Meldungen seitens des Steuerberaters oder des Unternehmens abgegeben werden?

OSS Meldungen sind immer bis zum Ende des ersten Monats abzugeben, der auf den Meldezeitraum fällt.

 

Somit gelten folgende Fristen:

-   I. Quartal: 30.04.

-  II. Quartal: 30.07.

- III. Quartal: 30.10.

- IV. Quartal: 31.01.

 

Bis wann muss die Steuer, die über OSS gemeldet wurde, bezahlt werden?
Für die Zahlung der Umsatzsteuer an das BZSt gilt dieselbe Frist wie für die Meldung.

Somit empfiehlt es sich die Meldung bis spätestens 3 Bankarbeitstage vor Fristende abzugeben, um den Betrag somit fristgerecht überweisen zu können.

 

Wohin ist die erklärte Umsatzsteuer aus dem OSS Verfahren zu bezahlen?

Die erklärten Steuerbeträge sind auf das Konto des BZSt zu überweisen.

 

Welchen Verwendungszweck muss man bei der OSS-Meldung angeben?

Als Verwendungszweck ist bei der erstmaligen Zahlung die Referenznummer anzugeben.
Danach wird ein Kassenzeichen mitgeteilt, welches ab der zweiten Zahlung angegeben werden muss.

 

 

Sie möchten mehr Wissen oder Mandant werden?

Vereinbaren Sie gerne einen Termin.

 

Online

telefonisch 

per E-Mail